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Hinter jedem Arzneimittel steht fundiertes Wissen über die chemischen, physikalischen und biologischen Charakteristika der Wirk- und Hilfsstoffe, über die Herstellungstechnologie sowie über das Schicksal des Arzneistoffs im menschlichen Körper. Dieses Wissen wird im Studium der Pharmazeutischen Wissenschaften vermittelt.
Im Einklang mit den Richtlinien der „Bologna-Deklaration“ der europäischen Bildungsminister ist das Studium in Bachelor- und Masterstudiengang aufgeteilt. Das dreijährige Bachelorstudium wird mit dem Bachelor-Diplom in Pharmazeutischen Wissenschaften abgeschlossen, welches nicht berufsqualifizierend ist, sondern den Zugang zu einem Masterstudium gewährleistet.
Im Bereich der Pharmazeutischen Wissenschaften stehen zwei Masterstudiengänge zur Auswahl. Im Anschluss an beide Masterstudiengänge kann wissenschaftliche Forschung, zum Beispiel in Form eines Doktorats, betrieben werden. Tätigkeiten in der pharmazeutischen Industrie, beispielsweise in der Registrierung oder in gewissen Managementfunktionen, bei Behörden, aber auch in vielen anderen Bereichen stehen AbsolventInnen beider Masterstudiengänge offen. Die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Programmen werden hier kurz geschildert:
Das Masterprogramm in Pharmazeutischen Wissenschaften führt zum Master-Diplom sowie zum eidg. Apothekerdiplom. Das eidg. Apothekerdiplom wird über die eidg. Schlussprüfung erworben und ermöglicht es, in der Schweiz als Medizinalperson tätig zu sein und eine Apotheke zu führen.
Das Programm umfasst im zweiten Jahr ein mehrwöchiges Praktikum in der öffentlichen und/oder Spitalapotheke und vermittelt neben Arzneimittelkenntnissen auch Kenntnisse über das Gesundheitswesen und die Grundlagen der Unternehmensführung. Die praxisorientierten Kurse werden von berufstätigen Pharmazeutinnen und Pharmazeuten geleitet.
Der Master in Medicinal and Industrial Pharmaceutical Sciences ist stärker auf die Pharmazeutische Industrie hin ausgerichtet. Die verschiedenen Phasen in der Arzneimittelfindung (d.h. der Entdeckung neuer Arzneimittel) und insbesondere in der Entwicklung neuer Arzneimittel werden von Spezialisten aus der Praxis vorgestellt und erläutert. Neben der Entwicklung bildet die Registrierung von Arzneimitteln einen Schwerpunkt. Unterrichtssprache ist Englisch.
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